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Historie

Das älteste erhaltene Dokument, eine Verpfändung an den Deutschen Orden, datiert in das Jahr 1365. Nach dem Abriss der Anlage im Jahr 1403 errichteten die Herrn von Gera eine neue Burg als Randhausburg mit Wohnturm.

Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgte der Bau der mächtigen Wehranlagen mit Schildmauer, Rotem Turm, Eckbastion und erstem Torhaus, das um 1526 einen Fachwerkaufsatz für zusätzliche Verwaltungsräume erhielt.

Nach langen Erbschaftsstreitigkeiten ging Burgk im Jahr 1596 schließlich in den Besitz der älteren Linie Reuß über. Ende des Jahrhunderts wurde mit der Erweiterung der Anlage zum Herrschaftssitz und Residenzschloss begonnen. Mit dem Bau des Ost- und Nordflügels unter der Herrschaft Heinrich II. Reuß von Plauen zu Burgk entstand aus dem einstmaligen Wohn- und Wehrturm nun eine geschlossene Burganlage, deren Räumlichkeiten, wie zum Beispiel die Kapelle, eine barocke Ausstattung erhielten. Schloß Burgk verblieb seit dieser Zeit über Jahrhunderte im Besitz dieses Adelsgeschlechts und ist mit dessen Geschichte in vielfältiger Weise verbunden.  

Nach 1697 wurde Schloß Burgk als Residenz aufgegeben und diente fortan als Sommer- und Jagdschloss. Im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte erhielten verschiedene Räume eine neue Ausgestaltung: der Kleine Saal erhielt die monumentalen Wandgemälde in der Manier von Antoine Pesne sowie kostbaren Deckenstuck, der Alkoven des Prunkzimmers seine illusionistische Deckengestaltung, die ‚Weißen Zimmer‘ – bestehend aus Rotem Salon, Chinasalon und Musiksalon – wurden eingerichtet und mit kostbaren Seidentapeten, Stuck und Kristallleuchtern versehen. Für die Schloßkapelle wurde Gottfried Silbermann verpflichtet, eine Orgel zu bauen, die Ostern 1743 geweiht wurde und bis heute nahezu unverändert erhalten ist.

Mit Eröffnung des Museums 1952 konnten Bauarbeiten den Bestand sichern, ab 1980 war es möglich, eine schrittweise und systematische Restaurierung am gesamten Schloßkomplex einzuleiten, die andauert und weitergeführt wird.

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